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"Je nach Stand galten
unterschiedliche Formen der Einbindung: Adlige hatten sich als Krieger,
Bauern und Bürger als Steuerzahler zu opfern, beide im Namen
der <defensio> und des <amor patriae>. Der Vaterlandsdiskurs
hob die Grundlagen des Lehenssystems in entscheidenden Punkten aus
den Angeln. Hatten in der Lehenspyramide zwischen allen Rängen
gegenseitige Verpflichtungen bestanden, so privilegierte der Patria-Diskurs
die Monarchie auf Kosten ihrer Untertanen. Der irrtümlich auf
Cato zurückgeführte Imperativ <Pugna pro patria!>
(Wett-Kampf für das Vaterland!) wurde von Juristen so ausgelegt,
dass die Pflicht gegenüber dem Vaterland jeglicher Vasallentreue
vorangehe. Umgekehrt entlasteten sie den König von seinen
Herrenpflichten und beschworen so eine Ordnung, in der die
Stände als sich selbst steuernde Organe des königlichen
Staatskörpers funktionierten." - >Die lange Vorgeschichte
der Nationenbildung und des Nationalismus< - von Caspar Hirschi (NZZ
vom 12. / 13. August 2006).
> Der königliche Staatskörper
> Der genossenschaftliche Staatskörper
> Der bürgerliche Staatskörper
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