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".....Auch wenn diese unterschiedlichen sozialen und kulturellen Milleus nicht direkt miteinander verkehrten, so fanden die Schlagworte, mit denen sie hantierten, über viele Kanäle öffentliche Verbreitung, Eingang in die Denkmuster der Mittelstandsbewegung, die sich, weil sie wesentlich unsystematischer gestrickt waren als jene der intellektuellen Vorbeter, für die Ohren der meisten als um so gängiger erwiesen. Nicht allein Wilhelm Heinrich Riehl (1823-1897; >Land und Leute<) hatte es als Tugend seines Verständnisses von >Social-Politik< begriffen, dem Volk aufs Maul zu schauen. Das taten auch andere, die sich um >Authenzität< bemühten, um sich davon für ihr künstlerisches, philosophisches oder sozialwissenschaftliches Schaffen inspirieren zu lassen. ....." - >Die deutsche Krankheit. Eine kurze Geschichte der Gegenwart< - von Johannes Willms - 2001.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
treffen Schauergeschichten dieser Art auf Sachsen nicht zu. Nach der
Revolution von 1849 haben reformwillige, rechtskundige Politiker
ihre Hausaufgaben mit Bravour erledigt. Im Gegensatz zu heute!
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